Architekturwettbewerb BEP
Die Baugenossenschaft des eidgenössischen Personals (BEP) beauftragte das Amt für Hochbauten (AHB) mit der Durchführung eines anonymen, einstufigen Projektwettbewerbs im selektiven Verfahren. Harder Spreyermann Architekten mit Landschaftsarchitekt Martin Klauser entschieden den Wettbewerb für sich.
In der Jury bestand grosse Einigkeit darin, dass das Projekt PINARELLO von Harder Spreyermann Architekten (Zürich) und dem Landschaftsarchitekten Martin Klauser (Rorschach) die überzeugendsten Antworten auf die Summe der heterogenen Ziele des Wettbewerbs einlöste. „Die besondere Ausformulierung des Blockrands, der Innenhof, die Erschliessungen und die Organisation des Gebäudes wirken selbstverständlich, logisch und überzeugend. Die Bespielung des Erdgeschosses im Innen- wie im Aussenraum lässt ein lebendiges Zusammenleben mit hoher Aufenthaltsqualität erwarten“, urteilte das Preisgericht.

Auf Wunsch der Bauherrschaft überarbeitete das Architekturbüro das Projekt hinsichtlich der Erstellungskosten, um das Kostenziel zu erreichen. Gleichzeitig wurde die Anzahl der Wohnungen erhöht und der Wohnungsschlüssel zugunsten von 31/2 und 41/2-Zimmer-Wohnungen angepasst. Ebenso wurden Anforderungen des hindernisfreien Bauens besser umgesetzt.
Der Wettbewerb startete im April 2013, das Siegerteam wurde im Januar 2014 vorgestellt.
Die Wettbewerbsziele waren wie folgt definiert:
- Städtebaulich, architektonisch und aussenräumlich qualitätsvolle und zeitgemässe Neubauten.
- Projekte mit einem attraktiven begrünten Hofraum mit parkartigem Charakter sowie mit quartiertypischen grünen Vorgartenbereichen.
- Optimale und innovative Familienwohnungen, die den spezifischen Wohnbedürfnissen von Familien oder anderen Haushaltsformen mit Kindern gerecht werden und die einen hohen Gebrauchswert besitzen.
- Attraktive Kleinwohnungen für Ein- und Mehrpersonenhaushalte ohne Kinder, die von allen Generationen genutzt werden können.
- Wirtschaftlich vorbildliche Projekte, die niedrige Erstellungskosten sowie einen kostengünstigen Betrieb und Unterhalt gewährleisten.
- Ökologisch nachhaltige Projekte, die die gewichtete Energiekennzahl von Minergie-P erreichen.
Weitere Informationen
Architektur-Konkurrenzverfahren
Architektur-Konkurrenzverfahren (Projektwettbewerb, Studienauftrag) werden veranstaltet, wenn für ein komplexes Bauprojekt ein optimaler Vorschlag gefunden werden soll.
Die Bauherrschaft (BEP, ABZ) veranstaltet das Konkurrenzverfahren und gibt die Rahmenbedingungen und Ziele für die Architekturbüros vor. Beim Verfahren der BEP waren zwölf Büros eingeladen, bei der ABZ acht.
Die beiden Architektur-Konkurrenzverfahren der BEP und der ABZ wurden unter der Federführung der Stadt Zürich (Amt für Hochbauten AHB) durchgeführt. In beiden Verfahren wurde für das Preisgericht dieselbe Fachjury eingesetzt, damit beide Aufträge städtebaulich und architektonisch gleich beurteilt werden. Die Sachjury setzt sich aus Vertreter/-innen der jeweiligen Bauherrschaft (BEP, ABZ) zusammen.